25. Sep. – eine Woche vor der Premiere

Flirren

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Eine Vision soll die Gesellschaft verändern, soll wachrütteln und beeindrucken, einfach geil sein. Aber keine miesen Kompromisse. Keine matten Entscheidungen. Keine Anbiederungen.

Wie kommt man gemeinsam auf einen Nenner, wenn man nicht durchblickt, wie die oder der andere tickt?  Wie sich mitteilen, wenn die oder der andere nicht mitdenken kann? Oder alles missversteht?

Schreien hilft, stellt man fest. Magie auch.

Der eine trägt eine große Botschaft in sich. Der andere will den Hirnfick. Eine will nicht belächelt werden. Einer hat eigentlich gar nichts zu sagen. Aber warum dann auf einer Bühne stehen?

Braucht die Bühne eine Botschaft? Wenn ich auf der Bühne stehe als ich selbst, meine ich dann alles was ich sage?  Darf ich langweilig sein?  Kann ich dafür belangt werden? Verändere ich etwas, wenn ich lüge? Ist eine Lüge gefährlich für das Publikum? Glaubt das Publikum alles was ich sage? Hasst das Publikum mich, wenn ich es beschimpfe? Will ich jemanden aus seiner Illusion befreien, auch, wenn er danach vielleicht unglücklich ist?  Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Theater und RTL?

Die Bühne als größte Möglichkeit und gefährlichster aller Orte.