10. April 2016, Stuttgart 4. Workshop, 2. Tag

Komfortzone

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Ich warte bis die Bombe platzt. Mitternacht ist durch, Bierdurst stellt sich ein. Verlangen, ständiges Verlangen. Ein Verlangen nach Rausch. Vielleicht ist es ein Kribbeln. Ein Verlangen nach mehr Rausch. Vielleicht ist es eine Ohnmacht. Was ist schon normal? Das Vergessene bleibt nur als eine Ahnung, jedoch allein, jetzt allein, für immer allein. Vielleicht ist es mein Schicksal, vielleicht ist es normal. Will mich eigentlich in der Tiefe des Traums vergessen, normal. Will eigentlich schlafen, doch es ist zu spät dafür. Hilflos blicke ich zurück auf die bloße Ahnung, die übrig ist und bleibe doch hilflos. Was bleibt ist der Vergleich. Das Vergessene, zum Schicksal, zur Hoffnung, zur Ahnung, zum Vergleich, zum Anfang. Regen prasselt gegen meine Scheibe. Ein Fenster zur Welt geschlossen. Es ist Nacht. Die Erinnerung an einen Traum. Die Poesie, der Kreislauf, Verhängnis, Täuschung, Aufzählung, Ende.

Text von B.

Schwitzhütte: Bau- und Betriebsanleitung

Material:
7 Weidenruten, Schnüre, 10 Decken, ein feuerfester Eimer, eine feuerfeste Schaufel, Brennholz, Steine, Stroh, eine Wasserschüssel, ein Schöpflöffel, Salz.
7 Weidenruten schneiden (1x 4,5m, 4x 2,5-3m, 1x 4m, 1x 2m).
Feuerfeste Flusssteine sammeln (15-20 Stück)
Einen ebenen Platz steinfrei machen, säubern, glätten.
Den Platz nach den Himmelsrichtungen einmessen, und einen Kreis ziehen (1,5m Durchmesser)
Rechts von der S-O Richtung knapp innerhalb des Umfangs ein Loch ausheben (50cm tief)
2 Weidenruten von 2,5-3m Länge biegen, in N-S und O-W Richtung in den Boden stecken, und oben zusammenbinden.
2 weitere Weidenruten von 2,5-3m Länge biegen, genau zwischen den anderen Weidenruten in den Boden stecken, und oben mit den anderen verbinden.
Eine Weidenrute von 4,5m Länge von der im Süden gelegenen Weidenrute am Boden entlang rund um die andern Ruten biegen, bis zu der im S-O befindlichen Rute, und mit Schnüren befestigen.
Eine weitere Rute (4m) im Drittel der Höhe der Hütte wieder von der Rute im Süden horizontal um die anderen Ruten biegen bis zu der im S-O befindlichen Rute.
Die letzte Ruter (2m) im oberen Drittel horizontal um die anderen Ruten biegen und befestigen.
Stroh auf den Boden der Hütte aufbringen.
Das Weidengerüst mit Decken überlappend belegen.
Eine Decke als Tür über die Eingangsöffnung hängen, und nach hinten mit zwei Schnüren, an denen Steine hängen, befestigen.
Im Süden der Hütte Feuer machen.
In das Feuer die Flusssteine legen, und zum Glühen bringen.
Mit einer Schaufel die glühenden Steine in den Eimer füllen, in die Hütte tragen und in das Loch leeren.
Die Wasserschüssel mit kaltem Wasser und Salz in die Hütte bringen.
Entkleiden und im Kreis in die Hütte setzen oder hocken.
Von innen die Decke über die Eingangsöffnung ziehen.
Wasser aus der Schüssel auf die glühenden Steine gießen.
Bei Bedarf Wasser aus der Schüssel über den Kopf gießen.