22. Oktober 2015, Stuttgart

Vorwärts

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Endlich wieder in Stuttgart. Die Verbindung zu Alice ist seit dem letzten Besuch abgebrochen. Heute früh war ich mit Sarah, der Assistentin, an der Paulinenbrücke und habe mit ein paar Leuten aus der Szene über das Projekt gesprochen. Alice habe ich nicht angetroffen. Einige Leute sind sehr interessiert. Es ist schon irre, wie direkt man mit den Menschen über ihr Leben und ihre Persönlichkeit ins Gespräch kommt. Die Junkies zeigen ihre Wunde immer direkt, durch ihre sichtbare Sucht. Nur werden sie leider nicht, wie Beuys glaubt, geheilt. Wobei die Sucht natürlich nicht die eigentliche Wunde ist, sondern nur eine Folge von Verletzungen.

Am Nachmittag fand ein Gespräch mit den Mitarbeitern der Caritas statt. Jetzt ist es sicher. Wir haben die volle Unterstützung für den Workshop und das anschließende Projekt. Die Caritas ist von unseren Konzept begeistert und wird sich um weitere Fördergelder bemühen. Das Alice-Projekt ist jetzt das Projekt „I`ve seen the dark“. Ein zehnmonatiger Workshop von und mit Suchtkranken. Mittels gemeinsamer künstlerischer Forschung begeben wir uns in einen Prozess der Demokratisierung von Kunstproduktion.